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Bundesrätliches Bekenntnis zum Flugplatz Meiringen

Bundesrätliches Bekenntnis zum Flugplatz Meiringen

22. April 2026: Der Flugplatz Meiringen und der Kampfjet F-35 seien alternativlos – ein Statement von Verteidigungsminister Martin Pfister, das der Flugplatzkommandant Marc «Studi» Studer den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der 18. Hauptversammlung des Vereines Pro Flugplatz Meiringen im vollbesetzten Plenarsaal der Airbase gerne weitergab.

Alternativlos – diese Klarstellung habe der Bundesrat anlässlich seines Besuches auf der Airbase vom 20. Februar 2026 gegenüber Vertretern der Gemeinden der Region Haslital-Oberer Brienzersee und des Kantons Bern gemacht. Marc Studer informierte in seinem Referat über dieses Treffen, das dem Austausch über die geplante Stationierung des neuen Kampfflugzeugs F-35A auf der Airbase in Meiringen-Unterbach diente. «Studi» betonte, wie beeindruckt sich der Verteidigungsminister bei einem Rundgang speziell von den vielfältigen und wertvollen Ausbildungsplätzen gezeigt hat.

In seinem Referat ging der Flugplatzkommandant auf die geopolitisch volatile Weltlage mit den Konfliktherden Ukraine, Iran und Naher Osten ein. Trotzdem hätten Sicherheitsbedenken in der Schweiz einen geringen Stellenwert. Fragen zu Krankenkassenprämien, Umweltschutz, AHV, Ausländer und Flüchtlinge würden den Leuten stärker unter den Nägeln brennen, wie eine entsprechende Umfrage (Sorgenbarometer) gezeigt habe.

Stolz auf den Flugplatz

Bezogen auf die hohe Leistungsdichte der Airbase Meiringen, die zuletzt beim WK des Flpl Kdo 13 unter Beweis gestellt werden konnte, wünscht sich Marc Studer in der Region weniger Widerstand gegen die geplante Stationierung des F-35-Kampfjets, dafür mehr Fairness im Umgang mit Fakten. «Mit dieser Stationierung wird die sicherheitsrelevante strategische Bedeutung der Airbase Meiringen unterstrichen, darauf dürfen wir stolz sein», sagte er zu den 164 anwesenden Vereinsmitgliedern. Stattessen würde das Thema Lärm die Diskussionen dominieren. Beim Thema Objektblatt im Sachplan Militär habe das VBS vorwärts gemacht habe, so Studer (am 20. April wurde öffentlich darüber informiert).

Würdigung des Engagements von Gerhard Fischer

Marc Studers Referat rundete eine Hauptversammlung ab, die geprägt war von Gratulationen und Dankesworten. Gratuliert wurde dem Vorstandsmitglied Adelheid Ruby Huber zur Wahl als Gemeindepräsidentin von Hasliberg im Januar 2025 und zur Wahl in den Grossen Rat im März dieses Jahres. Applaus gab es auch für den Vereinspräsidenten Ulrich Jelly Kohler (Schattenhalb), der bei diesen Wahlen auf Anhieb ein beachtliches Resultat erzielte. Ein grosser Dank ging an den Vizepräsidenten Gerhard Fischer (Meiringen). Das Gründungsmitglied des Vereins hat nach knapp 20 Jahren Vorstandszugehörigkeit, darunter auch vier Jahre als Präsident, seinen Rücktritt aus dem Vorstand gegeben. «Geris Engagement zu Gunsten des Flugplatzstandortes Meiringen, vor allem aber sein grosses Beziehungsnetz, sind von unschätzbarem Wert für den Verein», lobte Kohler seinen abtretenden Vize. Ein weiterer Rücktritt betrifft Sascha Urweider (Innertkirchen), der aus beruflichen Gründen demissionierte.

Der präsidiale Jahresbericht zeugte von einem aktiven Vereinsjahr, optisch dargestellt unter anderem durch die Gestaltung einer neuen Homepage und einem neuen Logo, das auf Blache gedruckt als Aushang an verschiedenen Häusern in der Region zu sehen ist. Beim Dauerthema Lärm erwähnte Kohler, dass bei privat durchgeführten Messungen seitens der IGF anlässlich von Flugübungen in Norwegen die verwendeten Aufnahmegeräte falsch eingestellt gewesen seien.

Aufklärungsarbeit für den Flugplatz

Jelli Kohler informierte weiter, dass die IGF von allen Gemeinden rund um den Flugplatz pro Einwohner und Einwohnerin 1 Franken zwecks Finanzierung einer privaten Lärmmessanlage verlangt habe. Durch die Intervention und Aufklärungsarbeit bei den Gemeinderäten lehnten diverse Gemeinden das Gesuch ab. Aktiv wurde der Vorstand auch bei einem Brief an die Gemeinden, der die Flugbewegungen auf 2000 Starts/Landung pro Jahr und eine Reduktion der Flugwochen forderten.  «Die Einschränkungen hätten den Militärflugplatz in seiner heutigen Form gefährdet», sagte Kohler.

Am 20. Oktober fand in Unterbach ein von der IGF initiierter Schweigemarsch als Demonstration gegen die Stationierung des F-35-Kampfjets in Meiringen statt. Die Organisatoren sprachen von rund 700 Personen, die daran teilgenommen hätten. Eine massiv übertriebene Zahl, die von den Medien ungefragt kolportiert worden sei. «Es waren nicht viel mehr dabei, als heute Abend hier an der GV anwesend sind», sagte Jelli Kohler.

Er strich die Bedeutung des Vereins pro Flugplatz Meiringen in diesem Umfeld heraus und bedankte sich für die grosse Unterstützung seitens der Vereinsmitglieder. Diese wurden beim nächsten Traktandum von Kassier Beat Radelfinger (Matten, St.Stephan) in gewohnt humorvoller Art über die nach wie vor gesunden Finanzen informiert. Unter Diverses wurde ein Trailer zum Podcast «Meiringen Tower» eingespielt. Die erste Folge wird im Mai online gehen. Report von Jil Lüscher

Flugplatzkommandant Marc Studer hielt ein spannendes Referat. Foto Jil Lüscher

Die Vereinsmitglieder unterstützen den Vorstand einstimmig in seiner Arbeit. Foto Jil Lüscher

Vereinspräsident Ulrich Kohler (links) verabschiedete seinen bisherigen Vizepräsidenten Geri Fischer. Foto Jil Lüscher

Das Cateringteam der Airbase Meiringen sorgte für das leibliche Wohl. Foto Jil Lüscher

Kassier Beat Radelfinger machte in seinem Bericht auf Franjo von Allmen. Foto Jil Lüscher

 

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