07. Juli 2026: Am NATO-Gipfeltreffen im türkischen Ankara hat der Generalsekretär Mark Rutte bestätigt, dass die NATO ihre E-3 Frühwarn- und Kontrollflugzeuge mit dem System GlobalEye von Saab ersetzen will. Bis zu zehn dieser luftgestützten Radar- und Führungsplattformen sollen beschafft werden.
Die 14 Boeing E-3A Sentry mit dem riesigen „Radarpilz“ auf dem Rücken waren lange ein Sinnbild für die NATO – mit multinationalen Besatzungen haben sie luftgestützte Frühwarnungs- und Kommandofunktionen für das gesamte Bündnis übernommen. Die auf der Boeing 707 basierenden Flugzeuge stehen seit 1982 in Dienst und brauchen Ersatz. Es gab und gibt Ansätze, die Rolle dieser Flugzeuge durch weltraumgestützte Systeme zu ersetzen, aber offenbar will die NATO zumindest jetzt noch nicht auf Frühwarn- und Kommandoflugzeuge verzichten und hat mit Saab Verhandlungen über die Lieferung von bis zu zehn Saab GlobalEye aufgenommen. Auch Saab stellt klar, dass noch kein Vertrag unterzeichnet ist.
Saab bietet sein GlobalEye mit Sensoren für die Luft-, Land- und Seeüberwachung an. Mit dem neuen Erieye ER Radar soll das System aus einer Operationshöhe von 35’000 Fuss selbst tieffliegende Ziele auf nur 200 Fuss Höhe in über 450 Kilometern Entfernung entdecken können – wäre das Radar bodengestützt, würde die maximale Erfassungsreichweite für dieses Ziel gemäß Saab etwa 150 Kilometer betragen. Als Plattform dient die Bombardier Global 6500, die eine Endurance von bis zu zwölf Stunden bietet, grundsätzlich sind aber auch andere Plattformen möglich. Eugen Bürgler www.saab.com
Der Beitrag NATO will AWACS-Flotte mit Saab GlobalEye ablösen erschien zuerst auf Sky News.