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Suche nach wirtschaftlicheren eVTOLs

Aktuelle Nachricht aus dem UL-Marktplatz Newsroom vom 04.07.2026 – Quelle: SkyNews CH. Suche nach wirtschaftlicheren eVTOLs. 03. Juli 2026: Die Wirtschaftlichkeit bleibt eine zentrale Herausforderung für elektrische… Diese Nachricht wurde von der UL-Marktplatz Redaktion am 04.07.2026 im Newsroom veröffentlicht. Alle Hintergründe und die vollständige Meldung findest du nachfolgend.

Suche nach wirtschaftlicheren eVTOLs

03. Juli 2026: Die Wirtschaftlichkeit bleibt eine zentrale Herausforderung für elektrische Senkrechtstarter (eVTOLs) die in ihren bisherigen Auslegungen oft kaum so viel Platz bieten wie ein Standard-Taxi. Das britisches Unternehmen Sora Aviation verfolgt deshalb mit einem 30-sitzigen eVTOL einen neuen Ansatz und setzt dabei konsequent auf umfangreiche Flugtests mit verkleinerten Demonstratoren.

Es ist keine neue Erkenntnis, dass Modellversuche häufig in der bemannten Luftfahrt dem Prototypenbau vorangehen, um grundsätzliche Erkenntnisse zu sammeln. Diese Erkenntnisse haben sich nun auch zum Teil bei den Herstellern elektrisch fliegender Senkrechtstarter, den eVTOLs durchgesetzt. Erstes Beispiel dafür war diese Erfahrungen des deutschen Volocopter, dessen Entwicklung von der österreichisch-chinesischen Firma Diamond Aircraft übernommen wurde und jetzt auch weitergeführt wird.

Fall zwei war die deutsche Firma Lilium, die mit einem verkleinerten, unbemannten Modell eines 7-sitzigen eVTOL in den Markt gehen wollten, 1,5 Milliarden Euro verbraten hatte und letztendlich wegen erheblicher Mängel erst vergangenes Jahr aufgeben mussten. Dennoch waren die Modellversuche am Flugplatz Mindelheim-Mattsies, die dem 1:1-Serien-Muster vorausgingen, sehr erfolgreich. Während die meisten eVTOLs drehende Rotoren zur Auftriebserzeugung haben, besass der Lilium Jet in dem Flügel mehrere integrierte Minirotoren, die im Gesamtsystem schwenkbar waren. Die Patente gingen übrigens für 18 Millionen Euro an einen eVTOL-Mitbewerber in den USA.

Weil kleinere eVTOLs wie der Volocopter und der Lilium Jet bei nur maximal sieben Sitzen nicht besonders wirtschaftlich betrieben werden können, haben sich britische Ingenieure eine eVTOL-Variante mit 30 Sitzen ausgedacht. Wie nun Sora Aviation über seinen S-1 berichtete, hat S-1 ein umfangreiches Programm von Senkrechtstart- und Landetests (VTOL) mit seinem S-1-Demonstrator im Kleinmassstab erfolgreich abgeschlossen.

Auch Software am Modell testen

Entwickler fortschrittlicher Flugzeugneukonzepte setzen zunehmend auf Demonstratoren im verkleinerten Massstab, um Risiken schnell zu minimieren und ihre Technologien weiterzuentwickeln, bevor sie sich für Prototypen im Originalmassstab entscheiden. Der Demonstrator fliegt seit mehreren Monaten regelmäßig und hat bisher dutzende erfolgreiche Flüge absolviert. Flugtests gehören mittlerweile zum wöchentlichen Routineablauf des Sora-Ingenieurteams und liefern kontinuierlich wertvolle Daten für die Entwicklung des S-1-Flugzeugs in Originalgrösse.

Das S-1-Testmodell wurde speziell entwickelt, um repräsentative, aerodynamische und flugdynamische Daten zu generieren. Die äusseren Konturen des Demonstrators bildet die Geometrie des S-1 in Originalgrösse präzise nach, einschliesslich seiner Steuerflächen, der Propellerpositionen seiner sechs Elektromotoren und des Schwerpunkts, der sich während der Transition verschiebt. Dadurch wird sichergestellt, dass das Flugzeug Flugeigenschaften aufweist, die direkt mit der Konstruktion des Originalflugzeugs übereinstimmen. Das Programm hat zudem eine umfassende Validierung der firmeneigenen Flugsteuerungs-Systemarchitektur ermöglicht. Das intern entwickelte System wird durch umfassende Software-in-the-Loop (SITL)- und Hardware-in-the-Loop (HITL)-Entwicklungsworkflows unterstützt, die eine umfangreiche Verifizierung vor dem Flug ermöglichen und das Flugtestrisiko deutlich reduzieren.

 „Flugtests sind eines von mehreren komplementären Werkzeugen, mit denen wir das Vertrauen in die Flugzeugkonstruktion stärken“, sagte Dr. Luke Bowen, leitender Aerodynamikingenieur bei Sora Aviation. „Die gesammelten Daten zeigen eine hervorragende Übereinstimmung mit unseren Flugdynamikmodellen und Simulationsergebnissen. Obwohl Tests im verkleinerten Massstab zwangsläufig Einschränkungen mit sich bringen, insbesondere bei der perfekten Nachbildung der Reynoldszahleneffekte im Originalmassstab, haben wir eine gezielte Testmethodik entwickelt, die sich auf die Bereiche konzentriert, in denen repräsentative Daten am effektivsten gewonnen werden können. Dies ermöglicht es uns, unsere Analysemethoden direkt zu validieren und die Genauigkeit unserer Prognoseinstrumente im Hinblick auf den Flug im Originalmaßstab zu verbessern.“ Das Unternehmen Sora strebt den Erstflug seines Prototyps S-1 in Originalgröße im Jahr 2028 an – ein wichtiger Schritt hin zu einer neuen Generation leistungsstarker und wirtschaftlich rentabler, elektrischer Luftfahrzeuge mit niedrigem Passieraufkommen im Kurzstreckenbereich. Report von Hellmut Penner.  www.soraaviation.com

So stellt sich Sora Aviation den Anflug auf den Battersea-Heliport in London mit. seinem eVTOL-Entwurf vor. Grafik Sora Aviation

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