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BAZL-Direktor Christian Hegner verabschiedet

BAZL-Direktor Christian Hegner verabschiedet

20. März 2026: Nach über zehn Jahren an der Spitze des Bundesamts für Zivilluftfahrt (BAZL) tritt Christian Hegner Ende März in den Ruhestand. Am 17. März würdigten die Schweizer Luftfahrtbranche und Bundesrat Albert Rösti seine Verdienste.

National- und Ständeräte, Mitglieder von Kantonsregierungen, alle UVEK-Direktoren sowie Entscheidungsträger aus der gesamten zivilen und militärischen Luftfahrt der Schweiz nahmen an der Abschiedsfeier von BAZL-Direktor Christian Hegner am 17. März im «Bernerhof» beim Bundeshaus teil. UVEK-Vorsteher Bundesrat Albert Rösti würdigte die Verdienste von Christian Hegner, der über zehn Jahre Direktor, und über 21 Jahre Mitarbeiter des BAZL war. «Wir verabschieden mehr als den Direktor für Zivilluftfahrt, sondern jemanden, der die schweizerische Luftfahrt über viele Jahre geprägt hat. Und wir verabschieden jemanden, der die Aviatik nicht nur aus der Perspektive von Vorschriften kennt, denn Christian Hegner kennt die Aviatik auch aus der Perspektive des Cockpits und der Werkstatt bestens. Er weiss nicht nur, wie Flugzeuge reguliert werden, er weiss auch wie man sie baut», spielte Bundesrat Rösti auf das Eigenbauflugzeug von Christian Hegner an, welches am 1. April als HB-YHC ins Luftfahrtregister eingetragen wird.

In der Amtszeit von Christian Hegner hat sich die Luftfahrt enorm weiterentwickelt. So wurde 2016 der Luftfahrtpolitische Bericht des Bundesrates verabschiedet, die wichtige strategische Grundlage für die schweizerische Zivilluftfahrt. Das Luftfahrtgesetz (LFG) ist mehrfach revidiert worden und Christian Hegner hat auch das neue LFG verantwortet, welches nun im Parlament beraten wird. Auch die Pandemie, welche die Luftfahrt extrem forderte, fiel in seine Amtszeit, ebenso die Entwicklung der Drohnentechnologie. «Du hast früh erkannt, dass unbemannte Luftfahrzeuge ein wichtiger Teil der zukünftigen Luftfahrt sein werden», so Bundesrat Rösti.

Bundesrat würdigt Christian Hegner

Er schätzte auch, dass Christian Hegner immer ein offenes Ohr für die Luftfahrtbranche hatte: «Das ist wichtig für den Austausch unter allen Organisationen, so werden auch Mehrheiten im Parlament geschaffen, die sehr wichtig sind für die Luftfahrt.» Die Schweizer Luftfahrt stehe heute auf einem, stabilen Fundament, auf dem die neue BAZL-Direktorin Francine Zimmermann weiterarbeiten könne, schloss Bundesrat Albert Rösti seine Würdigung.

Als Vertreter der Schweizer Luftfahrtbranche, dankte Aerosuisse-Präsident, Nationalrat Thomas Hurter, dem scheidenden BAZL-Direktor für die gute Zusammenarbeit. Christian Hegner sei im chinesischen Sternzeichen des «Metall-Büffels» geboren, dieses stehe für Ehrgeiz, Zuverlässigkeit und eine starke Arbeitsmoral. «Metall-Büffel sind geduldig, zielstrebig und ab und zu auch stur, eigentlich die idealen Voraussetzungen für einen BAZL-Direktor», meinte Thomas Hurter mit einem Augenzwinkern. Ganz im Ernst dankte er ihm aber für seinen Einsatz für die Schweizer Luftfahrt und dass, man gemeinsam für fast jedes Problem immer eine Lösung gefunden habe.

Es war mir eine Ehre mit Ihnen allen zu fliegen

Auch der Chef der Military Aviation Authority (MAA), Oberst im Generalstab Pierre de Goumoëns, dankte Christian Hegner für die gute Zusammenarbeit. Als BAZL-Direktor habe er wesentlich beim Aufbau der MAA, der Aufsichtsbehörde für die militärische Luftfahrt in der Schweiz, mitgeholfen. Christian Hegner selbst bezeichnete seine 31-jährige Karriere, welche bei Swissair und SR Technics startete, als «Langstreckenflug». All die Lorbeeren, die er erhalten habe, möchte er seinen BAZL-Mitarbeitenden weitergeben: «Ich war ja nur der Verkäufer.» In seiner Zeit im BAZL durfte er sich mit Themen beschäftigen, die ihm immer wichtig waren und sind: Flugsicherheit, technische Integrität und Systemstabilität. Er erwähnte auch die Kunst der Balance, welche in der Bundesverwaltung wichtig sei: zwischen Sicherheit und Innovation, zwischen Freiheit und Verantwortung und zwischen Erwartung und Realität.

In seiner Amtszeit als BAZL-Direktor hat er drei verschiedene UVEK-Vorsteher erlebt, seine letzten dreieinhalb Jahre mit Bundesrat Rösti seien jedoch die besten gewesen, so Christian Hegner. «Albert Rösti hat das aviatische Verständnis schon mitgebracht und die komplexen aviatischen Fragen in den richtigen politischen Kontext gestellt.» Der scheidende BAZL-Direktor dankte allen, die im schweizerischen Luftfahrtsystem täglich Verantwortung tragen, viele diesbezügliche Entscheidungsträger waren anwesend. Ein grosses Dankeschön ging auch an alle, die den Nachwuchs in der Luftfahrt fördern. «Es war mir eine Ehre mit Ihnen allen zu fliegen», schloss Christian Hegner, der sich nun vermehrt seinem Eigenbauflugzeug widmet, aber mit seiner Frau auch einen Road-Trip durch Europa plant.                            Hansjörg Bürgi

Aerosuisse-Präsident Nationalrat Thomas Hurter erwähnte, dass Christian Hegner im chinesischen Sternzeichen des „Metall-Büffels“ geboren sei – eine ideale Voraussetzung für einen BAZL-Direktor. Foto Hansjörg Bürgi

 

Der Chef der Military Aviation Authority, Oberst im Generalstab Pierre de Goumoëns, dankte Christian Hegner für die gute Zusammenarbeit. Foto Hansjörg Bürgi

 

Christian Hegner erlebte mit Bundesrat Albert Rösti seine besten Jahre im BAZL. Foto Hansjörg Bürgi

 

Die neue BAZL-Direktorin Francine Zimmermann schenkte Christian Hegner für seinen neuen Lebensabschnitt eine Sonnenbrille. Foto Hansjörg Bürgi

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Quelle: SkyNews CH