23. Juli 2026: Nachdem das deutsch-französisch-spanische Projekt zum Bau eine Kampfflugzeuges der 6. Generation Anfang Sommer nach jahrelangen Streitigkeiten endgültig begraben wurde, nimmt das britisch-italienisch-japanische Programm GCAP (Global Combat Air Programme) für den Bau eines Kampfflugzeuges der 6. Generation um so mehr Fahrt auf. Kanada hat neu einen Beobachterstatus in der GCAP-Gruppe.
Auf der aktuell stattfindenden Farnborough-Airshow in Großbritannien gehört das beeindruckend große Mock-up von Edgewing, dem Konsortium aus BAE Systems, Leonardo und Japan Aircraft Industrial Enhancement, zu den Hinguckern. Die Finanzierung für die nächsten GCAP-Entwicklungsschritte scheint gesichert und mit Kanada, das neu einen Beobachterstatus hat, wird das Programm noch breiter abgestützt. Allerdings, das wurde in Farnborough auch gesagt, geht mit diesem Beobachterstatus keine finanzielle oder industrielle Beteiligung einher. Interessant ist diese Beobachterrolle Kanadas allemal, denn obwohl sich Kanada eigentlich für den F-35 entschieden hat, sucht das Land nach den immer wieder aufkommenden Spannungen mit dem großen Nachbarn USA bezüglich Armee und Rüstung mehr Unabhängigkeit und Distanz zu den USA.
Obwohl öffentlich viel darüber spekuliert wird, ob nach dem FCAS-Ende Deutschland dem GCAP-Programm beitreten könnte oder allenfalls auch Schweden mit Saab zum Team stösst, zeigten sich Exponenten von GCAP-Partner bezüglich weiteren Beteiligungen eher zurückhaltend. So war etwa zu hören, dass der enge Zeitplan für GCAP der Integration neuer Partner und der damit verbundenen Neuverteilung von Zuständigkeiten und Arbeiten im Weg stehe. Nach heutiger Planung soll das GCAP-Kampfflugzeug bereits ab 2035 in Dienst gestellt werden. eb
Der Beitrag Kanada neu mit Beobachterstatus im GCAP-Kampfflugzeugprogramm erschien zuerst auf Sky News.