25. Juni 2026: H55, das Schweizer Pionierunternehmen im Bereich des elektrischen Fliegens wird seine Belegschaft in der Schweiz voraussichtlich um 54 Mitarbeitende reduzieren. Gleichzeitig soll die H55-Niederlassung in Kanada als Produktionsstandort gestärkt werden. H55 betont aber, dass die Schweizer Standorte im Wallis als Zentrum für die H55-Standorte erhalten bleiben sollen.
Spätestens seit H55 vor einigen Wochen ein Konsultationsverfahren unter den Mitarbeitenden eröffnet hat war klar, dass die Unternehmung einen Stellenabbau plant. Seit heute herrscht Klarheit: 54 Stellen will H55 im Wallis abbauen. Die Herausforderung der Luftfahrtindustrie bestehe heute nicht mehr darin zu beweisen, dass elektrische Antriebstechnologien funktionieren, sondern die Zeitspanne zwischen Entwicklung und kommerzieller Skalierung zu überbrücken, schreibt das Unternehmen in seiner heutigen Mitteilung. Der erfolgreiche Abschluss der ersten von der EASA begleiteten Zertifizierungstestkampagne für Antriebsbatterien stelle einen bedeutenden Meilenstein sowohl für H55 als auch für die elektrische Luftfahrt insgesamt dar. Damit seien die Kompetenzen des Unternehmens in den Bereichen Sicherheitsarchitektur, Energiespeichersysteme, elektrisches Energiemanagement und Integration von Antriebssystemen bestätigt.
Standorte im Wallis bleiben zentral
H55 sieht sich gut positioniert um Flugzeughersteller und Integratoren von elektrischen Antriebs- und Speichersystemen mit Know-how und Technologie zu unterstützen, dafür müsse sich das Unternehmen aber neu aufstellen, so H55. Die Schweiz wird auch künftig eine zentrale Rolle für H55 spielen. Forschung und Entwicklung, Systemarchitektur, die Leitung strategischer Programme sowie die europäischen Industrieaktivitäten bleiben im Land angesiedelt, konkret am Flughafen Sion und in Chandoline. In Sion bleibt die Unternehmensführung, das Zentrum für Zertifizierung, die Kundenbetreuung und das Programmmanagement. Der Industriestandort Chandolin soll zum Zentrum für Forschung und Entwicklung, Tests, Industrialisierung und Produktion werden.
In Kanada will H55 seine Präsenz schrittweise ausbauen, sobald Kundenprogramme konkretisiert werden. Rob Solomon, CEO von H55 kommentierte: „Das Anwendungsspektrum der Technologien von H55 hat sich erheblich erweitert. Flugzeughersteller und Anbieter von Antriebssystemen suchen zunehmend nach zertifizierbaren Energiespeicher-, hybrid-elektrischen Antriebs- und Energiemanagementlösungen. Die heute angekündigten organisatorischen Massnahmen ermöglichen es uns, unsere Ressourcen auf jene Bereiche zu konzentrieren, in denen unsere Expertise den größten Nutzen stiftet, und gleichzeitig unsere Kunden weltweit über unsere Standorte in der Schweiz und Kanada zu unterstützen.“
Als technologisches Erbe des Solar-Impulse-Programms gegründet, baut H55 auf mehr als zwei Jahrzehnten praktischer Erfahrung in der elektrischen Luftfahrt auf. Das Unternehmen hat mehrere Elektroflugzeuge entwickelt, gebaut und geflogen und dabei über 2000 Flugstunden im vollelektrischen Betrieb ohne batteriebedingte Zwischenfälle absolviert. eb / pd
Der Beitrag Stellenabbau bei H55 in der Schweiz erschien zuerst auf Sky News.